grauer Wollmantel Nr. 2

Diesen Schnitt habe ich als eines der ersten selbstgenähten Kleidungsstücke schon einmal gemacht, heraus kam der „Trümmerfrauen“-Mantel. Leider ließ sich dieser (umfangsbedingt) nicht mehr schließen, so dass ich einen Neuen wollte. Der Winterjacken-Sewalong des MeMadeMittwoch kam da gerade recht!

Beim jetzigen Schnitteile-nach-Stoffen-sortieren habe ich dann dummerweise feststellen müssen, dass mir ein paar Teile des Schnitts fehlen. Ausgerechnet Ober-und Unterkragen sind nicht auffindbar, auch der Kragensteg, der hintere Besatz und der Taschenbeutel fehlen. Zum Glück habe ich ja aber den Original-Mantel noch, so dass ich die Teile dort abnehmen konnte. Den hinteren Besatz habe ich improvisiert.

Dann habe ich alle Teile aus Futter, Wolle und Samt zugeschnitten, jedes Wollteil bekam einen Zwilling aus winddichtem Interliner. Hohe Stoffberge ergab das! Alle Futterteile habe ich rundum mit der Overlock versäubert, den Samt mit Vlieseline H180 bebügelt (bei der Wolle hab ich mir das gespart) und rundum versäubert und schließlich jedes Wollteil mit dem Interliner gedoppelt versäubert. Unglaublich, aus wie vielen Teilen dieser Mantel besteht!

Ich habe eine Mischung aus den Variationen A und B genäht – die Kellerfalte hinten doppelt so breit/tief gemacht aber die Ärmelaufschläge und Samt-Besatz waren mir doch auch wichtig.

This pattern was once made as one of my first self-sewn garements ever, this grey woolen jacket here. Its a pity I can’t close it anymore – thats why I need another one. The Winter-Jacket-Sewalong from MeMadeMittwoch is perfectly in timing! 

As I sorted the pattern pieces to different categories and fabrics, i found out that several pieces were missing. The upper and under collar, the collar stand, the rear trimming and the pockets are dissappeared. Luckily I had the first-sewn jacket and could make some copies of the pieces there. the rear trimming was an improvisation. After that unnessesary work I cut out all pieces from grey wool, red lining and bleck velvet, every woolen piece got a twin out of white interlinier (windstopping membrane). There were quite high mountains of fabric! All lining pieces were neatened with the overlock, al velvet is doubled with vlieseline H180 (I didn’t do this with the woolen parts) and neatened, too. The woolen parts were neatened together with the interliner and sewn like one part afterwards. Unbelieveable how many pieces this jacket is made of! I sew a mixture between Variation A and B – the back fold is doubled in size but I wanted the contrasting velvet and the cuffs, too.

To speak from the lapel collar – I honestly don’t know how, but I did it. I sew in shoulder paddings onto the seam allowance and made one picture with, one without it – to me its convincingly! The lining-jacket was sewn very fast – but I forgot to lengthen the back fold (as with the woolen part), too. So I had to add another 50 cm seam length afterwards. I don’t like how burda wanted me to sew the cuffs to the jacket – you can see the raw edges when folding the cuffs down (what noone ever will do). The pattern doesn’t have inner pockets – so I sew one in a side seam, one in a front piece. I made an experiment with edging – its without measuring just „free hand“ – and thats what it looks like now. Doesn’t matter – now I know how to do it.

Was den Reverskragen angeht: er ist was geworden – nur wie ich das geschafft habe, weiß ich um ehrlich zu sein, nicht. Wurde halt so, obwohl ich nicht weiß, was ich tat 🙂

Schulterpolster habe ich eingesetzt, indem ich sie von Hand auf der Nahtzugabe fixiert habe. Ich habe ein Bild mit, eins ohne gemacht – überzeugend!

Der Futtermantel war recht schnell genäht – allerdings habe ich vergessen, das Futter hinten entsprechend der verdoppelten Kellerfalte auch noch zu erweitern. Also eben im Nachhinein noch ein Stück (50 cm mehr Saumweite!) eingesetzt. Was mir am Schnitt nicht gefällt: die Art, wie die Ärmelaufschläge angenäht werden – jetzt sieht man nämlich (wenn man die Aufschläge aufklappt, was man ja nie tut) meine versäuberte Stoffkante. Nicht im Schnitt vorgesehen sind Innentaschen. Ich habe eine Beuteltasche in eine Naht eingesetzt und eine „Paspeltasche“ genäht. Diese musste sehr schmal sein wegen der schmalen Schnitteile, außerdem habe ich sie frei Hand ohne Messen zusammengeschustert – genauso sieht sie jetzt auch aus 😉

Kleine Serviceinformation am Rande: beim Trennen den Nahttrenner in den haltenden Finger stechen rammen tut weh. Und er ist scharf und geht tiiief rein. Nicht nachmachen.

Die Nahtzugaben im Kragen habe ich soweit maschinentauglich verbunden, das macht einiges aus an Stand und Form.

Die Knöpfe sind von Hand bezogen (Prym 29 mm), Knopflöcher mit der Maschine genäht. Soll ich noch zwei Knöpfe auf den Riegel hinten rechts und links setzen?

Service for everyone reading: when separating fabric pieces, don’t push the seam ripper into the holding hand/finger. It hurts. And its sharp and goes in quite deep. Don’t try at home! 

The seam allowances of the collar are sewn together at the inside as long as possible by machine, that gives a lot of stand. The buttons are overdrawn with velvet (29 mm diameter), the button holes are made by machine. Do you think I should sew two buttons at the back on top of the latch?

Schnitt: Burda 8598, Gr. 42

Stoffe: graue Wolle mit schwarzem Samt und Interliner, Futter rot. (aktivstoffe.de)

 

Futtermantel nähen und einnähen:

Fertiger Mantel auf der Schaufensterpuppe:

Verlinkt: Meertje, crealopee, Lieblingsstück4me, RUMS

 

 

 

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